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Erdgeschoss 
  2007
Doppelturnhalle, Linthal

WettbewerbOffener Projektwettbewerb
JurierungSeptember 2007
Gebäudekostenca. Fr. 7 Mio.
Volumen17'600m3
BauherrschaftSchulgemeinde Linthal
FachplanerH. Zollinger, Bauing. HTL/STV, Winterthur

Wasserkraftwerke, Industrie- und Werkhallen der Jahrhundertwende sind aus funktionellen/energetischen Gründen in der Nähe der Linth angesiedelt. Oft sind sie zu vielfältigen Konglomeraten an- und weitergebaut worden. Die Turnhalle stellt mit ihrer vorgesehenen Setzung am nahen Fluss und als Anbau an das bestehende Schulhaus den Bezug zu diesen gewachsenen Strukturen her. Die Halle besetzt die engste Stelle zwischen dem Primarschulhaus und der Linth und scheidet zwei klar definierte Flächen aus. Einerseits bleibt die Wiese für sportliche Aktivitäten bestehen, andererseits besetzt der neue Hartplatz, welcher direkt mit dem Aussengeräteraum verbunden ist, die Südseite.
Zentrales Thema des Neubaus sind deren Sheddächer. In gleichen Abständen öffnet sich das Hallendach gegen das für eine Sporthalle ideale Nordlicht. Im Gegensatz dazu steigt das Dach der Garderoben gegen Süden auf und fängt das kontrastreichere Südlicht ein. Das grosse Sheddach der Turnhalle folgt der Stützenstruktur konsequent und gibt dem Gebäude einen grundlegenden „Rhythmus", während dem das bewegte Dach über den Garderoben sich auf die innere Wandstruktur bezieht und die so genannte „Synkope" dazu bildet. Im Gebäudeinneren bleiben die Stahlstützen präsent und bilden im oberen Erschliessungskorridor wiederum das spannungsvolle Zusammenspiel von Grundtakt (Stahlstruktur) und Synkopen (Sheddach und Lichteinfall).
Die Schulhausanlage wird nicht grundlegend umgestaltet, sondern in einzelnen Bereichen angepasst und korrigiert.
Der mit dem Abbruch der alten Turnhalle fehlende Halt des zentralen Pausenplatzes wird durch den raumgreifenden Platz mit Wasserbecken und Dach kompensiert.



  Doppelturnhalle, Linthal